Willkommen in der Privatpraxis für Autismus & ADHS
Privatpraxis für AUTISMUS- & ADHS-DIAGNOSTIK & weiterführende
ärztliche Begleitung
VERSTEHEN & ANERKENNEN
Ich biete strukturierte Autismus- und ADHS-Diagnostik für Erwachsene ab 18 Jahren sowie weiterführende ärztliche Begleitung an.
Im Mittelpunkt stehen eine sorgfältige diagnostische Einordnung, ein respektvoller Blick auf Ihre Lebensgeschichte und ein verständlicher, alltagsnaher Umgang mit den Ergebnissen.
Diagnostisch klären.
Individuell begleiten.
Entlastung fördern.
Diagnostik mit Sorgfalt, Differenzierung und Blick für das Verborgene
Viele Patientinnen und Patienten suchen erst nach einer langen Leidensgeschichte diagnostische Hilfe – oft mit hohem Anpassungsdruck, erheblicher innerer Belastung, bereits bestehenden Vordiagnosen und der Sorge, erneut nicht passend verstanden zu werden. Gerade bei hoher Kompensation, komplexer Begleitsymptomatik und subtilen Präsentationen ist mir eine sorgfältige und differenzierte diagnostische Einordnung besonders wichtig.
Denn nicht alle neurodivergenten Entwicklungsprofile sind auf den ersten Blick sichtbar. Ein Teil autistischer und ADHS-bezogener Symptomatik zeigt sich weniger in offenkundiger Auffälligkeit als in lebenslang entwickelten Anpassungsleistungen, kompensatorischen Strategien und innerer Erschöpfung. Ich bin spezialisiert auf die differentialdiagnostische Einordnung von ASS, ADHS und dem gemeinsamen Vorliegen beider Störungsbilder – insbesondere bei ausgeprägtem Masking sowie bei subtilen und teils internalisierten Präsentationen.
Im Zusammenhang damit wird in Literatur und sozialen Medien häufig auch der Begriff „weiblicher Autismus“ verwendet. Gemeint sind damit meist Erscheinungsbilder, die häufiger mit hoher sozialer Anpassung, Camouflaging, internalisierender Symptomatik und einer dadurch erschwerten oder späten Erkennung einhergehen. Solche Präsentationen sind jedoch nicht auf Frauen beschränkt, sondern kommen bei Menschen aller Geschlechter vor.
Die diagnostische Beurteilung beruht in meiner Praxis auf klinischer Sorgfalt: einer sorgfältigen Entwicklungsanamnese, strukturierter Verhaltensbeobachtung, Differentialdiagnostik und der fachkundigen Einordnung in den jeweiligen Lebenskontext. In meiner Praxis erfolgt die Diagnosestellung nach ICD-10-GM; ergänzend nehme ich eine Einordnung nach DSM-5 als Autismus-Spektrum-Störung vor.


Fundierte
Autismus-Diagnostik für Erwachsene
Eine Autismus-Diagnostik im Erwachsenenalter kann helfen, Klarheit und Verständnis zu schaffen, lebenslange Erfahrungen, Belastungen und Besonderheiten besser einzuordnen. Ziel ist nicht, Menschen auf eine Diagnose zu reduzieren, sondern ein stimmiges Verständnis für die eigene Wahrnehmung, Biografie und Unterstützungsbedarf zu entwickeln.
Das Erkennen und Verstehen der Diagnose kann ein erster Schritt sein, um passende Anpassungen im Alltag vornehmen zu können.

Fundierte
ADHS-Diagnostik für Erwachsene
ADHS zeigt sich im Erwachsenenalter oft anders, als viele erwarten.
Eine sorgfältige Diagnostik kann helfen, Zusammenhänge zwischen Aufmerksamkeit, Selbstorganisation, innerer Unruhe, Erschöpfung und Selbstwert verständlicher zu machen, Muster zu verstehen, Belastungen einzuordnen und passende nächste Schritte abzuleiten.

Ganzheitlicher ärztlicher Ansatz
Als Ärztin und Yogalehrerin verfolge ich einen ganzheitlichen Ansatz, der körperliche, geistige und emotionale Aspekte einbezieht und dabei individuelle Stärken und Herausforderungen berücksichtigt.
In meiner Arbeit beziehe ich Körperwahrnehmung, Belastungsregulation, Lebensgeschichte und Alltagserleben ein. Gerade bei neurodivergenten Menschen kann das innere Erleben von Erschöpfung, Anspannung, Bedürfnissen und Grenzen erschwert sein.
Körperorientierte und achtsamkeitsbasierte Verfahren können – wenn sie individuell passen – dazu beitragen, Selbstwahrnehmung, Emotionsregulation und Erholung zu fördern. Sie werden in meiner Praxis ergänzend und indikationsbezogen in den therapeutischen Prozess integriert.

Weiterführende ärztliche Begleitung
Nach der Diagnostik biete ich weiterführende ärztliche Begleitung bei Autismus und ADHS an.
Im Mittelpunkt steht eine alltagsnahe und individuell abgestimmte Behandlung belastender Themen wie Reizüberlastung, Erschöpfung, Selbstwert, Selbstorganisation und Anpassungsdruck.
Ziel ist es, wiederkehrende Belastungsmuster besser zu verstehen und daraus passende therapeutische Schritte für den Alltag abzuleiten.

Selbstwert und Identität in der Neurodivergenz
Viele neurodivergente Menschen leiden nicht nur an aktuellen Belastungen, sondern auch an den Folgen langjähriger Selbstzweifel, Anpassung und Missverständnisse. Wer über Jahre erlebt, anders zu fühlen, anders zu reagieren oder mehr Kraft für Alltägliches zu brauchen, entwickelt oft nicht nur Erschöpfung, sondern auch ein brüchiges Selbstwertgefühl.
Wenn aus Anpassung ein Lebensmodus wird
Bei ADHS kann sich das in der schmerzhaften Diskrepanz zwischen Können und Umsetzen zeigen, bei Autismus in einem tiefen Gefühl des Andersseins und bei AuDHS zusätzlich in inneren Widersprüchen, die schwer einzuordnen sind. Nicht selten geraten dabei auch Identität und Selbstbewusstsein ins Wanken.
Behandlung von Selbstzweifeln, Scham und einem dauerhaft belasteten Selbstwert
In der Behandlung kann es darum gehen, diese Erfahrungen neu zu verstehen, alte Selbstbilder zu entlasten und einen freundlicheren, stimmigeren Blick auf sich selbst zu entwickeln.

Wo befindet sich die Privatpraxis für Autismus- & ADHS-Diagnostik für Erwachsene?
Die Praxis befindet sich in Bornhöved im Kreis Segeberg und ist gut erreichbar aus Bad Segeberg, Neumünster, Plön, Kiel und Umgebung.
Sorgfältig diagnostizieren. Verständlich einordnen. Individuell begleiten.
BEDÜRFNISSE
& FÄHIGKEITEN
berücksichtigen
Eine sorgfältige Diagnostik ist nicht nur für die fachliche Einordnung wesentlich, sondern bildet oft auch eine wichtige Grundlage für die weitere Behandlung. Wenn bisherige Erfahrungen, Belastungen und Besonderheiten in einen stimmigen diagnostischen Zusammenhang gebracht werden können, wird dies von vielen Betroffenen als entlastend erlebt. Häufig werden dabei auch langjährige Anpassungsleistungen sichtbar, die bislang wenig Beachtung gefunden haben.
Auf dieser Basis können therapeutische Schwerpunkte gezielter gesetzt und Behandlungsansätze besser an die individuelle Lebenssituation angepasst werden. Eigene Besonderheiten lassen sich klarer einordnen, Bewältigungsstrategien differenzierter betrachten und der Umgang mit Belastungen sowie mit den eigenen Grenzen und Ressourcen kann schrittweise weiterentwickelt werden. So kann die Diagnosestellung nicht nur zu diagnostischer Klarheit beitragen, sondern auch einen verstehenderen und entlastenderen Umgang mit sich selbst ermöglichen.

Eigene Besonderheiten einordnen - Friedvollerer Umgang mit sich selbst



Ressourcenorientierte
ärztliche BEHANDLUNG
nach der Diagnostik
Klarheit, Orientierung, Entlastung
Wo Verständnis wächst, wird ein neuer Umgang mit sich selbst möglich.
Nach einer diagnostischen Einordnung beginnt für viele Menschen ein weiterer wichtiger Schritt: das eigene Erleben besser zu verstehen und einen stimmigeren Umgang mit Belastungen, Bedürfnissen und Grenzen zu entwickeln.
Ich biete eine weiterführende ärztliche Begleitung an, die auf Ihre individuelle Lebenssituation, Ihre Beschwerden und Ihre neurodivergenten Besonderheiten abgestimmt ist. Im Zentrum steht eine alltagsnahe, verständliche und ressourcenorientierte Behandlung. Dabei können unter anderem Reizüberlastung, Erschöpfung, emotionale Belastung, Schwierigkeiten in der Selbstorganisation sowie Themen des Selbstwerts und der Identität aufgegriffen werden.
Ziel ist es, eigene Muster besser zu erkennen, Warnzeichen früher wahrzunehmen und einen passenderen Umgang mit Energie, Anforderungen, Reizen und Grenzen zu entwickeln. Ergänzend integriere ich bei Bedarf auch achtsamkeitsbasierte, körperorientierte und nervensystembezogene Ansätze in die Behandlung, um nicht nur Symptome zu lindern, sondern auch Selbstverständnis, innere Stabilität und einen nachhaltig entlastenderen Alltag zu fördern.

Wissen schafft Selbstverständnis
Verständnis schafft Entlastung

Autismus ist bei jedem anders
Autismus-Spektrum-Störungen sind neurobiologisch bedingte Besonderheiten des Gehirns und des Nervensystems, die zu einer individuellen Art der Wahrnehmung und Verarbeitung von Reizen und Informationen führen. Reize, Informationen und soziale Situationen können dadurch auf sehr individuelle Weise aufgenommen und eingeordnet werden. Manche Bereiche sind besonders fein, intensiv oder detailreich wahrnehmbar, andere wirken weniger zugänglich oder schwerer einzuordnen. Da jeder Mensch einzigartig ist, zeigt sich auch Autismus auf sehr individuelle Weise. Es gibt keine Schablone für Autismus und kein starres Label – sondern viele persönliche Ausprägungen.

ADHS ist bei jedem anders
ADHS ist eine neurobiologische Besonderheit des Gehirns und des Nervensystems, die sich auf Aufmerksamkeit, Impulssteuerung, Aktivitätsregulation und innere Selbstorganisation auswirken kann.
Manche Menschen erleben ADHS vor allem in einer stilleren, nach innen gerichteten Form: Gedanken gleiten fort, der Fokus zerfällt, Zeit verrinnt, Alltägliches entgleitet leichter aus dem Blick.
Andere spüren eher die bewegtere Seite: innere Unruhe, Impulsivität, ein Getriebensein oder das Gefühl, kaum wirklich zur Ruhe zu kommen.
Und bei vielen zeigen sich beide Seiten zugleich – Zerstreutheit und Übersteuerung, Ideenfülle und Reizbarkeit, Dynamik und Erschöpfung nebeneinander.

ADHS hat verschiedene Erscheinungsbilder
– auch ADS gehört dazu
Die drei Erscheinungsbilder der ADHS werden als vorwiegend unaufmerksame, vorwiegend hyperaktiv-impulsive und kombinierte Präsentation beschrieben.
Wie ADHS sich zeigt, ist dabei immer individuell. Bei manchen steht das Sichtbare im Vordergrund, bei anderen vor allem das, was innerlich viel Kraft kostet und nach außen lange unbemerkt bleibt. Deshalb folgt auch ADHS keinem einheitlichen Bild. Hinter derselben Diagnose können sehr unterschiedliche Arten des Erlebens, der Belastung und auch der Stärke stehen. Nicht die Diagnose macht den Menschen erklärbar, sondern der Mensch gibt der Diagnose ihre ganz eigene Gestalt.

AuDHS ist bei jedem anders
Wenn Autismus und ADHS gemeinsam vorliegen, entsteht oft kein „Mischbild“ aus zwei klar voneinander trennbaren Bereichen, sondern eine sehr eigene innere Dynamik. Dann können das Bedürfnis nach Struktur und Vorhersehbarkeit ebenso stark sein wie innere Unruhe, Ablenkbarkeit oder der Wunsch nach Abwechslung. Vieles wirkt dadurch gleichzeitig widersprüchlich und stimmig: Ordnung wird gebraucht und ist schwer zu halten, Reizschutz ist wichtig und zugleich kann Unterforderung kaum auszuhalten sein. Gerade deshalb erkennen sich viele Menschen mit AuDHS weder in den typischen Beschreibungen von Autismus noch in denen von ADHS vollständig wieder. Auch hier gilt: Nicht das Label erklärt den Menschen, sondern der Mensch füllt das Bild auf seine ganz eigene Weise.
Meine Mission & Werte
Als Ärztin und Yogalehrerin bin ich fest davon überzeugt, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben sollte, mit seinen Besonderheiten, Belastungen und Ressourcen einen stimmigen und tragfähigen Umgang im Alltag zu entwickeln.




Angst ist eine Reaktion – Mut eine Entscheidung
Ihr Weg zur
diagnostischen Klärung

Zufriedenheit durch Verständnis

Wissenschaftliche Grundlagen
INTERESSANTE STUDIEN & FACHLICHE EINORDNUNG
Die nachfolgend aufgeführten Studien und Fachquellen beleuchten zentrale Aspekte dieses Themenfeldes aus wissenschaftlicher Perspektive. Sie sollen zur fachlichen Einordnung beitragen und ersetzen keine individuelle Diagnostik oder Behandlung.
Subtile, häufig übersehene und geschlechtsübergreifende Präsentationen
Hull L, Petrides KV, Mandy W. (2020).
The Female Autism Phenotype and Camouflaging: a Narrative Review. Review Journal of Autism and Developmental Disorders, 7, 306–317.
DOI: 10.1007/s40489-020-00197-9
Link: https://doi.org/10.1007/s40489-020-00197-9
Zentrale Übersichtsarbeit zum in der Literatur häufig verwendeten Begriff des „female autism phenotype“. Beschrieben werden Präsentationen, die häufiger mit Camouflaging, höherer sozialer Anpassung und erschwerter Erkennung einhergehen, ohne dass daraus eine eigene diagnostische Kategorie abgeleitet wird.
Livingston LA, Shah P, Happé F. (2019).
Compensatory strategies below the behavioural surface in autism: a qualitative study. The Lancet Psychiatry, 6(9), 766–777.
DOI: 10.1016/S2215-0366(19)30224-X
Link: https://doi.org/10.1016/S2215-0366(19)30224-X
Beschreibt Kompensationsstrategien „unter der Verhaltensoberfläche“ und stützt damit die klinische Relevanz subtiler, stark kompensierter und wenig äußerlich auffälliger Präsentationen.
Camouflaging und geschlechtssensible Screeninginstrumente
Hull L, Mandy W, Lai M-C, Baron-Cohen S, Allison C, Smith P, Petrides KV. (2019).
Development and Validation of the Camouflaging Autistic Traits Questionnaire (CAT-Q). Journal of Autism and Developmental Disorders, 49(3), 819–833.
DOI: 10.1007/s10803-018-3792-6
Link: https://doi.org/10.1007/s10803-018-3792-6
Originalarbeit zum CAT-Q. Der CAT-Q ist das bekannteste Selbstbeurteilungsinstrument zur Erfassung von Camouflaging bei autistischen Erwachsenen und dient der ergänzenden Beschreibung von Anpassungs- und Maskierungsstrategien.
Brown CM, Attwood T, Garnett M, Stokes MA. (2020).
Am I Autistic? Utility of the Girls Questionnaire for Autism Spectrum Condition as an Autism Assessment in Adult Women. Autism in Adulthood, 2(3), 216–226.
DOI: 10.1089/aut.2019.0054
Link: https://doi.org/10.1089/aut.2019.0054
Wichtige Arbeit zum GQ-ASC als geschlechtssensibles Screeningverfahren bei erwachsenen Frauen. Die Studie zeigt die Relevanz ergänzender Instrumente für klinisch häufig übersehene Präsentationen.
van der Putten WJ, Mol AJJ, Groenman AP, et al. (2024).
Is camouflaging unique for autism? A comparison of camouflaging between adults with autism and ADHD. Autism Research, 17(4), 812–823.
DOI: 10.1002/aur.3099
Link: https://doi.org/10.1002/aur.3099
Die Studie zeigt, dass Camouflaging nicht ausschließlich bei Autismus vorkommt, sondern auch bei ADHS beschrieben wird. Damit wird die diagnoseübergreifende Relevanz von Camouflaging und sozialer Kompensation unterstrichen.
Gemeinsames Vorliegen von ASS und ADHS
Canals J, Morales-Hidalgo P, Voltas N, Hernández-Martínez C. (2024).
Prevalence of comorbidity of autism and ADHD and associated characteristics in school population: EPINED study. Autism Research, 17(6), 1276–1286.
DOI: 10.1002/aur.3146
Link: https://doi.org/10.1002/aur.3146
Populationsbezogene Schulstudie zur Häufigkeit des gemeinsamen Vorliegens von ASS und ADHS. Die Arbeit unterstreicht, dass die kombinierte Symptomatik ein eigenständig relevantes klinisches Thema darstellt.
Spätere Diagnosestellung und diagnostisches Overshadowing
Sainsbury WJ, Carrasco K, Whitehouse AJO, McNeil L, Waddington H. (2023).
Age of Diagnosis for Co-occurring Autism and Attention Deficit Hyperactivity Disorder During Childhood and Adolescence: a Systematic Review. Review Journal of Autism and Developmental Disorders, 10(3), 563–575.
DOI: 10.1007/s40489-022-00309-7
Link: https://doi.org/10.1007/s40489-022-00309-7
Systematisches Review zur Diagnosezeit bei gemeinsamem Vorliegen von ASS und ADHS. Zusammengefasst wird, dass Autismus bei zusätzlicher ADHS-Symptomatik häufig später erkannt wird, während ADHS bei zusätzlichem Autismus eher früher auffällt.
Kentrou V, de Veld DMJ, Mataw KJK, Begeer S. (2019).
Delayed autism spectrum disorder recognition in children and adolescents previously diagnosed with attention-deficit/hyperactivity disorder. Autism, 23(4), 1065–1072.
DOI: 10.1177/1362361318785171
Link: https://doi.org/10.1177/1362361318785171
Wichtige Studie zu diagnostischem Overshadowing. Vorbestehende ADHS-Diagnosen können dazu beitragen, dass autistische Symptomatik später erkannt und eingeordnet wird.
Diagnostik im Erwachsenenalter: ADOS nicht als Pflicht- oder Goldstandard
Maddox BB, Brodkin ES, Calkins ME, et al. (2017).
The Accuracy of the ADOS-2 in Identifying Autism among Adults with Complex Psychiatric Conditions. Journal of Autism and Developmental Disorders, 47(9), 2703–2709.
DOI: 10.1007/s10803-017-3188-z
Link: https://doi.org/10.1007/s10803-017-3188-z
Erwachsenenstudie zur diagnostischen Genauigkeit des ADOS-2 in psychiatrisch komplexen Stichproben. Die Ergebnisse sprechen für eine sorgfältige Einordnung standardisierter Verfahren im Rahmen einer umfassenden klinischen Diagnostik.
AWMF. (2016).
Autismus-Spektrum-Störungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter. Teil 1: Diagnostik. Interdisziplinäre S3-Leitlinie.
Link: https://register.awmf.org/assets/guidelines/028-018l_S3_Autismus-Spektrum-Stoerungen_ASS-Diagnostik_2016-05-abgelaufen.pdf
Die Leitlinie formuliert für Erwachsene, dass aktuell kein einzelnes Instrument obligat empfohlen wird. Zugleich soll im diagnostischen Prozess eine strukturierte bzw. semistrukturierte Verhaltensbeobachtung erfolgen.
Prävalenzen und veränderte Diagnosehäufigkeiten
Bachmann CJ, Gerste B, Hoffmann F. (2018).
Diagnoses of autism spectrum disorders in Germany: Time trends in administrative prevalence and diagnostic stability. Autism, 22(3), 283–290.
DOI: 10.1177/1362361316673977
Link: https://doi.org/10.1177/1362361316673977
Deutsche Routinedatenstudie zu zeitlichen Trends der ASS-Diagnosen. Die Arbeit wird häufig herangezogen, um veränderte Diagnosehäufigkeiten im Kontext wachsender diagnostischer Sensibilität und veränderter Konzepte einzuordnen.
de Zwaan M, Gruß B, Müller A, et al. (2012).
The estimated prevalence and correlates of adult ADHD in a German community sample. European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience, 262(1), 79–86.
DOI: 10.1007/s00406-011-0211-9
Link: https://doi.org/10.1007/s00406-011-0211-9
Wichtige deutsche Erwachsenenstichprobe zur ADHS-Prävalenz. Die Studie dient als bevölkerungsbezogene Referenz für die Häufigkeit von ADHS im Erwachsenenalter.
Deutschland: ICD-10-GM als Kodierung, DSM-5 als ergänzende klinische Einordnung
BfArM. (ICD-10-GM 2026).
ICD-10-GM – Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification.
Link: https://www.bfarm.de/DE/Kodiersysteme/Klassifikationen/ICD/ICD-10-GM/_node.html
Offizielle Quelle dafür, dass die ICD-10-GM in Deutschland die amtliche Diagnosenklassifikation für die Verschlüsselung in ambulanter und stationärer Versorgung ist.
KBV. (PraxisInfo Wegweiser ICD-10-GM, 2024).
Kodieren nach ICD-10-GM.
Link: https://www.kbv.de/documents/infothek/publikationen/praxisinfo/praxisinfo-kodieren-icd-10-gm-wegweiser.pdf
Die KBV stellt klar, dass Diagnosen in der vertragsärztlichen Versorgung nach ICD-10-GM zu verschlüsseln sind; die medizinische Dokumentation darüber hinaus bleibt davon unberührt.



